Podcast#299 – Warum ziehe ich immer die gleichen Männer an und was wirklich dahintersteckt
22. Mai 2026
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenDu hast dich schon einmal gefragt: Warum ziehe ich immer die gleichen Männer an? Vielleicht sogar mehr als einmal. Vielleicht sogar nach jeder Trennung. Du schaust zurück und siehst ein Muster, das sich wiederholt, andere Gesichter, aber ähnliche Dynamiken. Ähnlicher Schmerz. Ähnliches Gefühl, am Ende unsichtbar zu sein oder zu wenig zu bekommen.
Und dann kommt diese leise Stimme: Warum passiert mir das immer wieder? Was stimmt mit mir nicht? Vielleicht bist du sogar wütend auf dich selbst, weil du es ja weißt. Weil du dir geschworen hast, es beim nächsten Mal anders zu machen. Und es trotzdem wieder genauso gelaufen ist.
Ich sage dir gleich am Anfang: Es stimmt nichts nicht mit dir. Aber es gibt Gründe für dieses Muster. Gründe, die tiefer liegen als deine Partnerwahl. In diesem Artikel schauen wir uns gemeinsam an, warum du immer wieder die gleichen Männer anziehst, was dein Nervensystem und deine Prägungen damit zu tun haben und was wirklich hilft, dieses Muster zu durchbrechen. Wenn du das Gefühl kennst, dich in Beziehungen zu verlieren, dann ergänzt die Folge über dich in Beziehungen verlieren das hier perfekt.
Warum ziehe ich immer die gleichen Männer an – was wirklich dahintersteckt
Die einfache Antwort, die du vielleicht schon gehört hast: Du hast ein bestimmtes Beuteschema. Du stehst auf einen bestimmten Typ. Das stimmt, aber es erklärt noch nicht, warum dieser Typ dir immer wieder wehtut. Und warum du ihn immer wieder wählst, obwohl du es eigentlich nicht willst.
Die tiefere Antwort liegt in deiner Geschichte. In dem, was du früh gelernt hast, über dich, über Liebe, über das, was du verdienst. Dein Nervensystem hat aus diesen frühen Erfahrungen eine Art innere Landkarte erstellt: So fühlt sich Beziehung an. So fühlt sich Liebe an. Und was auf dieser Landkarte vertraut ist, zieht dich an, auch wenn es dir nicht guttut.
Vertrautheit wird mit Anziehung verwechselt
Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse: Was sich vertraut anfühlt, fühlt sich gut an, auch wenn es das nicht ist. Dein System kennt einen bestimmten emotionalen Rhythmus. Vielleicht ist das die Spannung zwischen Nähe und Zurückweisung. Oder das Gefühl, sich etwas verdienen zu müssen. Oder das ständige Bemühen um jemanden, der emotional nicht wirklich verfügbar ist.
Wenn du dann einen Mann triffst, der genau diesen Rhythmus in dir auslöst, ist die Anziehung sofort und stark. Nicht weil er gut für dich ist, sondern weil er sich bekannt anfühlt. Dein System sagt: Das kenne ich. Das ist Liebe. Dabei ist es nur das Vertraute. Und das ist ein entscheidender Unterschied. Mehr dazu, wie das dein Beziehungserleben prägt, erkläre ich auch in der Folge über Selbstwert aufbauen nach Trennung.
Was das Nervensystem damit zu tun hat
Du kannst dir noch so häufig vornehmen, es nächstes Mal anders zu machen, wenn dein Nervensystem noch in alten Mustern feststeckt, zieht es dich immer wieder dorthin. Nicht weil du schwach bist. Nicht weil du es nicht besser weißt. Sondern weil das System schneller reagiert als dein Verstand.
Dein Nervensystem bewertet jede neue Begegnung in Sekunden: Ist das vertraut? Fühlt sich das sicher an? Und wenn die Antwort vertraut ist, auch wenn vertraut gleichzeitig schmerzhaft bedeutet, dann sendet es ein klares Signal: Ja, dieser Mensch. Genau das erklärt, warum rationales Wissen allein nicht reicht. Du kannst wissen, dass jemand nicht gut für dich ist, und trotzdem von ihm angezogen werden. Weil das Wissen im Kopf sitzt. Das Muster sitzt im Körper. Wie das Nervensystem dabei funktioniert, erkläre ich ausführlich in der Folge über innere Unruhe und das Nervensystem.
Wenn Spannung sich wie Liebe anfühlt
Hast du das Gefühl, dass Beziehungen, die sich leicht und sicher anfühlen, irgendwie langweilig sind? Dass du erst dann wirklich Schmetterlinge hast, wenn auch eine gewisse Unsicherheit dabei ist? Das ist kein Zufall und kein Charakterfehler.
Wenn du früh gelernt hast, dass Liebe auch mit Anspannung, mit Bemühen, mit Ungewissheit verbunden ist, dann hat dein Nervensystem genau das als Liebeskarte abgespeichert. Sicherheit fühlt sich dann nicht wie Liebe an, sondern wie Stagnation. Und Spannung fühlt sich lebendig an, obwohl sie dich erschöpft. Das zu erkennen ist ein wichtiger erster Schritt. Nicht um dich zu verurteilen, sondern um zu verstehen: Ich bin nicht verrückt. Mein System hat einfach eine alte Karte.
Die fünf Muster, die dich immer wieder in die gleichen Beziehungen ziehen
In meiner Arbeit mit Frauen begegnen mir immer wieder die gleichen Muster, die fünf Gründe, warum wir immer die gleichen Männer anziehen. Vielleicht erkennst du dich in einem oder mehreren davon wieder.
1. Du suchst das Vertraute, nicht das Gute
Was sich vertraut anfühlt, zieht an, auch wenn es wehtut. Wenn du früh gelernt hast, Zuneigung zu erkämpfen oder emotional für andere zu sorgen, dann fühlt sich genau das in Beziehungen normal an. Und Männer, die dir einfach begegnen, bei denen du einfach du sein kannst, fühlen sich seltsam an. Zu leicht. Zu unkompliziert. Dabei wäre genau das das Gesunde.
2. Dein Selbstwert definiert, was du für möglich hältst
Wie du über dich selbst denkst, bestimmt, welche Beziehungen du für dich als möglich hältst. Wenn du tief drinnen glaubst, du musst dir Liebe verdienen, dann wählst du Männer, bei denen du das tun kannst. Wenn du glaubst, du bist zu viel oder zu wenig, dann ziehst du Menschen an, die dieses Gefühl bestätigen. Das ist kein Versagen. Das ist die Logik deines Selbstwerts. Wie du deinen Selbstwert wirklich stärkst, erkläre ich in der Folge über Selbstwertgefühl stärken.
3. Du traust dem Guten nicht
Manchmal ist das Problem nicht, dass du immer an Schwierige gerätst, sondern dass du dem Guten nicht traust. Du wartest darauf, dass er doch noch enttäuscht. Du testest ihn. Du distanzierst dich, wenn es zu nah wird. Weil Sicherheit sich unbekannt anfühlt. Weil ein Teil von dir denkt: Das kann nicht stimmen. Das ist keine Liebe.
4. Alte Schuldgefühle halten dich im Muster
Manchmal bleiben Frauen in immer gleichen Beziehungsmustern, weil sie unbewusst glauben: Ich habe etwas falsch gemacht. Ich muss das wieder gutmachen. Dieses Gefühl, schuld zu sein oder für jemanden verantwortlich zu sein, zieht sie immer wieder zu Männern, denen sie helfen, retten oder funktionieren müssen. Warum das so schwer loszulassen ist, erkläre ich in der Folge über Schuldgefühle loslassen.
5. Du kennst keine echten Grenzen – nach innen
Grenzen setzen wird oft als etwas verstanden, das man nach außen tut: Nein sagen, sich abgrenzen. Aber echte Grenzen beginnen innen: beim ehrlichen Spüren, was dir guttut und was nicht. Was du brauchst. Was du nicht (mehr) bereit bist zu akzeptieren. Solange diese innere Verbindung fehlt, wählst du außen nach dem Muster, nicht nach deiner Wahrheit. Emotionale Abgrenzung lernen ist dabei ein wichtiger nächster Schritt.
Was sich wirklich verändern lässt – warum du immer die gleichen Männer anziehst
Du musst kein anderer Mensch werden. Du musst dich nicht komplett neu erfinden. Was sich verändern darf, ist deine innere Karte, das, was dein Nervensystem als Liebe, als Sicherheit, als Verbindung kennt. Und diese Karte verändert sich. Nicht durch Willenskraft. Sondern durch neue Erfahrungen, durch Mitgefühl mit dir selbst und durch echte innere Arbeit.
Innehalten und wahrnehmen
Der erste Schritt ist nicht, sofort anders zu wählen. Der erste Schritt ist, innezuhalten und wahrzunehmen: Was zieht mich hier an? Ist es wirklich dieser Mensch oder ist es das Vertraute? Fühlt sich das gut an oder fühlt es sich bekannt an? Dieser Moment des Innehaltens, bevor du reagierst, ist mehr wert als jede Ratschlagliste. Weil er dir den Kontakt zu dir selbst zurückgibt.
Neue Erfahrungen machen – im Kleinen
Dein Nervensystem lernt durch Erfahrung, nicht durch Einsicht. Das bedeutet: Du musst nicht sofort die perfekte Beziehung wählen. Aber du kannst anfangen, kleine neue Erfahrungen zu sammeln. Einem Mann eine Chance geben, auch wenn es sich am Anfang nicht prickelt. Bemerken, wenn sich Sicherheit gut anfühlt, anstatt langweilig. Merken, dass du auch dann gesehen wirst, wenn du Grenzen setzt.
Jede dieser Erfahrungen erzählt deinem System eine neue Geschichte. Schritt für Schritt. In diesem Interview auf YouTube spreche ich darüber, wie das konkret aussehen kann.
Fazit:
Die Frage Warum ziehe ich immer die gleichen Männer an hat keine einfache Antwort, aber eine ehrliche. Du ziehst nicht die falschen Männer an, weil du etwas falsch machst. Du ziehst das an, was sich für dein Nervensystem vertraut anfühlt. Was du früh als Liebe, als Zugehörigkeit, als normal kennengelernt hast. Das ist keine Schwäche, das ist deine Geschichte. Und deine Geschichte darf sich verändern. Nicht durch Kontrolle, nicht durch bessere Partnerwahl als nächster Schritt, sondern durch echte innere Arbeit. Durch das Verstehen deiner Muster und Prägungen. Durch neues Vertrauen in dich selbst. Du musst das nicht alleine herausfinden. In diesem YouTube-Video zeige ich dir erste konkrete Schritte.
Hier findest du alle Infos:
» Onlinekurs People Pleasing stoppen
Häufige Fragen (Q&A)
Warum ziehe ich immer die gleichen Männer an, obwohl ich es besser weiß?
Weil Wissen nicht ausreicht, um ein Muster zu verändern. Das Muster sitzt nicht im Kopf – es sitzt im Körper, im Nervensystem. Solange dein System noch in alten Schutzstrategien feststeckt, zieht es dich immer wieder zum Vertrauten, auch wenn das Vertraute schmerzhaft ist. Was wirklich hilft, ist nicht mehr Wissen, sondern neue körperliche Erfahrungen. Wie das zusammenhängt, erkläre ich in der Folge über innere Unruhe und das Nervensystem.
Hat das wirklich etwas mit der Kindheit zu tun?
In den meisten Fällen ja. Die Erfahrungen, die du früh in deinen wichtigsten Beziehungen gemacht hast, mit Eltern, Geschwistern, Bezugspersonen, haben geprägt, wie sich Liebe für dich anfühlt. Wenn Zuneigung an Anpassung geknüpft war, wenn du dir Nähe verdienen musstest, wenn emotionale Unverfügbarkeit normal war, dann sucht dein System genau das auch heute noch. Nicht als Strafe. Sondern weil es das Einzige kennt. Das zu verstehen ist der erste Schritt zu echter Veränderung. Mehr dazu findest du in der Folge über Schuldgefühle loslassen.
Was ist der erste Schritt, um dieses Muster zu durchbrechen?
Innehalten. Bevor du das nächste Mal reagierst, bemühst oder dich verlierst, halte inne und frag dich: Was zieht mich hier an? Ist es wirklich dieser Mensch, oder ist es das Vertraute? Dieses eine Innehalten kann alles verändern. Nicht sofort. Aber es beginnt dort. Wenn du das Gefühl hast, dabei Begleitung zu brauchen, vereinbare gerne ein kostenloses Erstgespräch mit mir.
Hilfe, um alte Muster zu lösen und dir zu einem starken ICH zu verhelfen, erhältst du bei mir.
Ich freue mich auf dich.
Von Herz zu Herz, deine Martina
» Mehr Informationen zum Onlinekurs People Pleasing stoppen
0 Kommentare