Podcast - Narzissmus und toxische Beziehungen. Neue Folge online.

Podcast#181 – Vertrauensverlust überwinden nach toxischen Beziehungen

9. Februar 2024

Vertrauensverlust überwinden, insbesondere nach toxischen Beziehungen, kann sehr herausfordernd sein. Toxische Beziehungen sind geprägt von Unsicherheit und Verwirrung. Innerhalb dieser Beziehungen wird das Vertrauen nicht nur erschüttert, sondern oft systematisch zerstört. Die Gründe dafür können vielfältig sein, die von Lügen und Manipulation bis hin zu emotionaler, psychischer oder physischer Misshandlung einhergehen. In toxischen Beziehungen wird das Fundament des Vertrauens kontinuierlich untergraben. Versprechen werden gebrochen, Integrität wird missachtet, und die Grenzen werden bewusst überschritten. Jeder Akt des Vertrauens, der vielleicht noch vorhanden ist, wird von einer Welle von Unsicherheit und Enttäuschung überflutet.

Die toxische Dynamik schafft eine Atmosphäre, in der das Vertrauen keine Wurzeln schlagen kann. Es wird durchdacht manipuliert, um das Opfer in einem Zustand der permanenten Unsicherheit zu halten. Selbst wenn Zweifel auftreten, werden sie oft als unbegründet abgetan, und das Opfer wird dazu gedrängt, weiterhin an eine falsche Realität zu glauben. Die Konsequenzen dieses Vertrauensverlustes sind tiefgreifend. Das Selbstwertgefühl kann erheblich leiden und die Fähigkeit, anderen Menschen zu vertrauen, wird ernsthaft beeinträchtigt. Die Narben des zerstörten Vertrauens können auch nach dem Ende der toxischen Beziehung bestehen bleiben und den Weg zu neuen und gesunden Bindungen behindern.

So zerstören Narzissten das Vertrauen

Narzissten wenden geschickte Manipulationstechniken an, um ihre Opfer zu täuschen. Sie lügen, bis sich die Balken biegen, erzählen Unwahrheiten und geben vor etwas zu sein, was sie am Ende nicht sind. Sie erschaffen dadurch eine falsche Realität und erschüttern das Vertrauen ihrer Partnerin zutiefst. Gaslighting ist eine Form der psychischen Manipulation, bei der Narzissten absichtlich falsche Informationen liefern, um das Opfer infrage zu stellen und an seiner eigenen Realität zu zweifeln. Dies kann zu einer allgemeinen Verunsicherung und Misstrauen führen. Zu Beginn toxischer Beziehungen idealisieren Narzissten ihre Partnerinnen sehr stark, nur um sie später abzuwerten und zu kritisieren. Dieses Muster kann zu einem ständigen Wechsel zwischen Hochs und Tiefs führen, was das Vertrauen in die Stabilität der Beziehung beeinträchtigt.

Kontrollverhalten ist ein gängiges Verhalten von Narzissten, um ihre Macht über ihre Partnerin zu festigen. Dies kann von übermäßiger Überwachung bis hin zur Isolierung von Freunden und Familie reichen, was das Vertrauen in andere Menschen ebenfalls beeinträchtigt. Natürlich legen Narzissten die Isolierung nicht offen dar, sondern werden es sehr fürsorglich und besorgt vermitteln. „Deine Freundin ist einfach nicht gut für dich. Sie scheint neidisch auf uns beide zu sein. Siehst du nicht auch immer ihre neidischen Blicke?“ Auf einmal hinterfragen die Opfer ihr eigenes Umfeld und ziehen sich immer weiter zurück. Narzissten projizieren oft ihre eigenen Unsicherheiten und Minderwertigkeitsgefühle auf ihre Partnerin. Diese führen zu einem Klima der Unsicherheit und Misstrauen, da das Opfer ständig befürchten muss, nicht den Erwartungen des Narzissten zu genügen. 

Der Selbstwert wird systematisch zerstört 

Narzissten zerstören systematisch das Selbstwertgefühl ihrer Partnerin. Sie kritisieren, demütigen und erniedrigen sie immer wieder. Die Auswirkung wird sein, dass sich das Opfer minderwertig fühlt, an seine eigenen Fähigkeiten zweifelt und kaum noch in der Lage ist Entscheidungen zu treffen. Das Vertrauen in sich selbst wird immer weiter erschüttert und auch in Kontakt mit anderen Menschen, fühlt sich das Opfer immer unsicherer. Für Narzissten ist es das Größte, wenn sie über ihre Beziehung und Partnerin die Macht und Kontrolle haben. Erst dann fühlen sie sich gut und sicher. Was mit dem Opfer ist und wie es ihm geht, ist Narzissten schlichtweg egal.

Diese schädliche Dynamik wird von Narzissten aktiv gesteuert. Bitte gib dir nicht die Schuld daran, dass du Schwierigkeiten mit Vertrauen hast. Der Weg zur Heilung beinhaltet im ersten Step die Anerkennung dieser Einflüsse, die Reflektion über die eigenen Gefühle und möglicherweise benötigt es professionelle Unterstützung, um das Vertrauen in dich selbst und andere wieder aufzubauen. Bitte begegne dir mit Mitgefühl, anstatt dich immerzu fertig zu machen, dass du gerade nicht vertrauen kannst.

Podcast#181 - Vertrauensverlust überwinden nach toxischen Beziehungen

Vertrauensverlust überwinden nach toxischen Beziehungen

Die Erfahrung toxischer Beziehungen hinterlässt tiefe Narben, insbesondere, wenn es um das Fundament zwischenmenschlichen Vertrauens geht. Es ist kein einfacher Weg, wieder Vertrauen zu fassen und sich für andere Männer oder auch andere Menschen zu öffnen. Ich möchte dich mit Erkenntnissen, Tipps und unterstützenden Gedanken begleiten und deinen Prozess der Wiederherstellung deines Vertrauens ermutigen. Nach toxischen Beziehungen ist der erste Schritt auf der schwierigste. Es ist wichtig und wertvoll, sich Zeit zu nehmen, um die Erfahrungen zu reflektieren. Verstehe die Dynamiken deiner ehemaligen Beziehung oder auch Beziehungen, die schädlich waren. Gestehe dir ein, dass du Opfer von Missbrauch und Manipulation gewesen bist.

Analysiere die Muster und Verhaltensweisen in deinen Beziehungen. Welche wiederkehrenden Muster sind aufgetreten? Welche Red Flags hast du möglicherweise übersehen? Die Identifizierung von Mustern kann dazu beitragen, ähnliche Situationen in Zukunft zu erkennen, was das Vertrauen in dir stärkt. Frage dich, welche Bedürfnisse und Grenzen missachtet worden. Welche persönlichen Grenzen möchtest du zukünftig in deinen Beziehungen stärker betonen? Die Klarheit über deine eigenen Bedürfnisse und Grenzen ist entscheidend für den Aufbau von gesunden Beziehungen, was dein Vertrauen fördert.

Es gibt zwei Arten von Vertrauen

Durch toxische Beziehungen ist das Selbstwertgefühl nahezu zerstört. Um dieses wieder aufzubauen, bedarf es intensiver Selbstreflektion. Es gibt zwei Arten von Vertrauen, die sich untereinander stärken und bedingen. Zum einen benötigen wir Selbstvertrauen, so wie es der Name schon sagt: Vertrauen in sich selbst. Zum anderen das Vertrauen in andere Menschen. Warum ist es so wichtig, Vertrauen zu erlernen? Vertrauen schafft ein tragendes Fundament in zwischenmenschlichen Beziehungen. Du gehst deutlich gelassener und angstfreier durchs Leben. Wenn du dir selbst vertraust, bist du tief im Inneren davon überzeugt, sämtliche Herausforderungen zu meistern. Du hast dann automatisch weniger Angst, deinen Mitmenschen zu begegnen und zu vertrauen.

Du weißt, dass du jederzeit aus Beziehungen aussteigen kannst, wenn sie toxische Tendenzen aufweisen, sobald du dir selbst vertraust. In toxischen Beziehungen hast du dir irgendwann nicht mehr vertraut. Ein Commitment dir selbst gegenüber ist unumgänglich, um dir selbst wieder zu vertrauen. Das bedeutet, dass du dir gegenüber loyal bleibst und auf deine Grenzen, Bedürfnisse und Standards achtest. Egal, wie verliebt du auch dann bist, es ist wichtig, dass du niemals mehr deine Grenzen übergehst, aus Angst vor dem Verlust der Beziehung. Sobald du dich auf dich selbst verlassen kannst, wirst du ganz anders auf andere Menschen zu gehen. Bist du jedoch noch nicht so ganz im Reinen mit deiner ehemaligen Beziehung und hast noch Angst vor Kritik oder Ablehnung und die Gedanken daran, schwächer zu sein als andere, dann neigst du automatisch zu Misstrauen und Zweifel.

Gesundes Misstrauen vs. mangelndes Vertrauen

Gesundes Misstrauen basiert auf realen Erfahrungen und beobachtbaren Verhaltensweisen. Es entsteht oft als Reaktion auf bestimmte Handlungen oder Situationen, die in der Vergangenheit Unsicherheit verursacht haben. Gesundes Misstrauen bedeutet nicht, dass du grundsätzlich niemanden vertraust. Es eröffnet die Möglichkeit Vertrauen zu entwickeln, wenn positive und verlässliche Erfahrungen gemacht werden. Außerdem ist ein gesundes Misstrauen flexibel und anpassungsfähig. Es kann nachlassen, wenn sich jemand als vertrauenswürdig erweist und wachsen, wenn Warnsignale auftauchen. Es ist eine natürliche Entwicklung und Vorgehensweise. Gesundes Misstrauen begründet und basiert auf konkreten Beweisen. Es bezieht sich auf spezifische Handlungen oder Verhaltensweisen, die Anlass zur Vorsicht geben.

Mangelndes Vertrauen zeigt sich im Misstrauen gegenüber allen Menschen, unabhängig von individuellen Handlungen oder Verhaltensweisen. Es zeigt sich außerdem in unverhältnismäßigen Reaktionen auf normale und alltägliche Situationen. Zum Beispiel könnte eine übermäßig vorsichtige Person stark auf harmlose Handlungen reagieren. Ein Zeichen von mangelndem Vertrauen kann dazu führen, dass du dich von zwischenmenschlichen Beziehungen zurückziehst, um dich vor möglichen Verletzungen zu schützen. D.h., dass du dich isolierst und sehr zurückgezogen lebst. Wenn dein Misstrauen so groß in dir ist, kann es dein persönliches Wachstum behindern, da neue Erfahrungen und Beziehungen vermieden werden. Mangelndes Vertrauen ist oft unflexibel. Selbst wenn positive Erfahrungen gemacht werden, wird in allem nur das Negative gesehen.

Den Weg des Vertrauens finden

Den Weg des Vertrauens finden

Der Weg zur Heilung kann steinig sein und professionelle Hilfe von einem Therapeuten, Berater oder Coach kann sehr unterstützend sein. Du kannst zum Beispiel bei mir ein kostenloses Erstgespräch buchen, worin ich dir schon wertvolle Tipps für deinen Heilungsweg mitgeben kann. Wenn du toxische Beziehungen für dich erlebt hast, kann es sehr heilsam sein, erst einmal eine Beziehungspause einzulegen und nicht sofort auf irgendwelchen Dating Apps nach einem potentiellen Partner Ausschau zu halten. Investiere stattdessen Zeit und Energie in deine eigene Gesundheit und in Wohlbefinden. Definiere deine Grenzen und wie du dir zukünftige Verbindungen und Liebesbeziehungen vorstellst.

Finde Wege für dich, um Stress abzubauen. Eine starke Selbstfürsorge bildet die Basis für den Wiederaufbau des Vertrauens. Erkenne an, dass du das Recht hast, deine Gefühle zu erleben und übernimm die Verantwortung dafür. Deine Gefühle sind okay und du kannst lernen, sie zu akzeptieren und zu verarbeiten. Lerne, klare und gesunde Grenzen zu setzen und stelle deine Bedürfnisse ganz weit nach oben. Dies ermöglicht es dir, deine Bedürfnisse zu schützen und in Beziehungen sicherer zu agieren. Beginne damit Vertrauen in kleinen Schritten wieder aufzubauen. Teile persönliche Informationen nach und nach deiner gegenüberliegenden Person mit und beobachte, wie die andere Person darauf reagiert. Suche nach positiven Beispielen für gesunde Beziehungen. Umgebe dich mit unterstützenden Menschen, die Vertrauen und Respekt fördern.

In der heutigen Podcastfolge besprechen wir mit dir unter anderem:

  • Vertrauensverlust überwinden nach toxischen Beziehungen
  • Gesundes Misstrauen vs. mangelndes Vertrauen
  • Es gibt zwei Arten von Vertrauen

Wie schule ich meine Intuition und komme ins Vertrauen?

Die Entwicklung und Stärkung der Intuition erfordert Achtsamkeit, Selbstreflektion und vor allem Übung. Achtsamkeit ermöglicht es dir im gegenwärtigen Moment zu sein und auf deine inneren Empfindungen zu achten. Meditation, Atemübungen und andere achtsame Praktiken können dir helfen, deine Sinne zu schärfen. Nimm dir Zeit für Selbstreflektion, wie ich es auch eben schon einmal erwähnt habe. Überlege, welche Entscheidungen in der Vergangenheit gut für dich waren und warum. Reflektiere auch über Situationen, in denen du deine Intuition möglicherweise ignoriert hast. Frage dich, warum du das damals getan hast.

Achte auf deine emotionalen Reaktionen in verschiedenen Situationen. Deine Gefühle können oft Hinweise darauf geben, ob eine Situation für dich positiv oder negativ ist. Du brauchst also ein gutes Körperbewusstsein. Du kannst deine Intuition auch durch Kreativität fördern. Engagiere dich in kreativen Aktivitäten wie malen, schreiben oder auch musizieren. Diese Aktivitäten können die Intuition anregen und dir helfen, mit deinen inneren Gefühlen in Kontakt zu treten. Achte auf dein Bauchgefühl oder deine innere Stimme. Wenn diese Stimme dir sagt, dass sich etwas nicht stimmig anfühlt, so höre bitte darauf. Oft gibt uns der Körper subtile Signale darüber, was richtig ist oder falsch. 

Vertrauen aufbauen

Wenn du dich auf neue Menschen einlässt, sei dir immer wieder darüber bewusst, dass sich Vertrauen entwickelt. Breite dein Inneres nicht gleich aus wie ein offenes Buch, sondern spüre immer wieder in dich hinein, wie sich der Kontakt mit deinem Gegenüber anfühlt. Fühlst du dich sicher und gut aufgehoben, mache Stück für Stück weiter auf. Im Grunde genommen kann dir nichts passieren, solange du auf dich und dein Inneres hörst. Mache dir immer wieder klar, dass du jederzeit eine Situation verlassen darfst, auch wenn du wahnsinnig verliebt bist. Nichts ist in Stein gemeißelt. Was du heute noch bejahst, darf morgen auch ein Nein sein. Vertraust du dir, vertraust du automatisch auch deutlich mehr anderen Menschen.

Hier kannst du dir diese Podcastfolge anhören:

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Hilfe, um toxische Beziehungen zu verarbeiten und dir zu einem starken ICH zu verhelfen, erhältst du bei mir.
Ich freue mich auf dich.
Von Herz zu Herz, deine Martina

Für Heldinnen

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